Lagerhallen und Logistikzentralen

Lastmanagement

In gewerblichen und industriellen Betrieben ist die Lagerwirtschaft essentiell um den Vertrieb von Waren kontinuierlich zu gewährleisten. Die großen Energieverbräuche entstehen hier bei dem Bewegen der Güter durch elektrische Maschinen, wie Transportbänder, Hubwagen und Stapler, sowie der richtigen Ausleuchtung und Klimatisierung der Lagerhallen.

Insbesondere das Lademanagement der Transportmaschinen hat dabei erheblichen Einfluss auf die Energieabrechnungen vom Energieversorger.

Step 1

Analyse

Ab einer bestimmten Größe von Unternehmen ist ein Warentransport ohne Stapler nicht möglich.  Daher ist es wichtig, eine intelligente Infrastruktur zu gewährleisten. Das Laden der Elektro-Stapler geschieht üblicherweise mit simplen Ladestationen. Das zeitgleiche Laden mehrerer oder gar aller Stapler führt dabei zu sehr hohen Leistungslastspitzen.

Offensichtlich ist, dass das Laden der Stapler dann erfolgt, wenn sie nicht benötigt werden. Und das ist meistens nachts der Fall. So kommt es dazu, dass alles Stapler zur selben Zeit in der Nacht geladen werden.

In unserer Analyse stellten wir durch die monatliche Energiekostenrechnung fest, dass ein hoher Leistungspreis zugrunde lag, welcher sich immer nach der höchsten Leistung im Jahr richtet. Darum ist es sehr effizient, genau diese Leistungsspitzen in der Nacht zu vermeiden.

Step 2

Umsetzungsmanagement

Die Umsetzung erfolgte unmittelbar nach der Analyse und konnte größtenteils standortungebunden vorgefertigt werden. Nach Fertigung der Steuerelemente, realisiert durch eine Logosteuerung, erfolgte der Einbau vor Ort.

Um zu gewährleisten, dass keine Lastspitzen im Energieverbrauch entstehen, wurden steckdosengebundene Zeitprogramme erstellt. Das Lademanagement wird dadurch vorgegeben und ermöglicht weiterhin vollgeladene Elektro-Stapler zum gewünschten Zeitpunkt.  Diese Lösung funktioniert auch im Schichtbetrieb bei größeren Logistikunternehmen.

Für ein dynamisches Verbrauchsverhalten gibt es zusätzlich die Möglichkeit, die Steuerung zu überbrücken und eine manuelle Ladung auszuführen.

Step 3

Erfolgskontrolle

Die Kontrolle der Einsparung ist Aufgrund des erwähnten dynamischen Verbrauchsverhalten äußerst wichtig. Eine einzelne Unregelmäßigkeit hat Einfluss auf die Monatsrechnung und verursacht somit unnötige Kosten. Wenn die Leistungsspitze deutlich vom eigentlichen Verbrauch abweicht, bedeutet das für eine Jahresrechnung ein höheres Netzentgeld.

Für den vorliegenden Verbrauch liegt die Einsparung bei ca. 500 €/Jahr pro 10 kW Reduzierung. Gleichzeitig kann durch zusätzliche Maßnahmen der Verbrauch weiter reduziert und der Jahreshöchstwert dadurch erneut gesenkt werden.

Für Unternehmen die auf E-Mobilität setzen oder diese zur Verfügung stellen, ist ein solches Lademanagement dringend empfohlen, denn hier lassen sich bei nächtlicher Ladung deutlich größere Lastspitzen feststellen. Dazu kommt, dass ein zunehmender maximal Leistungswert die Netzbelastung erhöht, was zu einer Neuberechnung des Anschlusses und somit zu höheren Kosten führen kann.

Gewinn für den Kunden

1.850 €

(Einsparung pro Jahr)

Investition: 4.800 €
Amortisation: ø 2,6 Jahre